Südkorea Reisekosten – Wie viel Geld brauchst du für zwei Wochen?
- Hilmar

- 9. Apr.
- 8 Min. Lesezeit
Südkorea ist ein wirklich wunderschönes Land und für viele steht es ganz oben auf ihrer Bucketliste. Bei uns war das nicht anders. Wir wollten unbedingt eine kleine Rundreise durch das Land machen. (Spoiler: Gesehen haben wir letztlich leider bloß Busan und Seoul). In diesem Guide wollen wir aber über die Kosten sprechen. Solltest du mehr zu Südkorea und deiner Reiseplanung wissen wollen, schau gerne mal in unserem Beitrag dazu vorbei: Südkorea Reiseguide.
Gerade bei Reisezielen in Asien denkt man ja oft automatisch, dass eh alles super günstig ist. Aber die Südkorea Reisekosten können ins Geld gehen, dazu mehr in unserem Beitrag.
Kapitelübersicht zu den Südkorea Reisekosten
Kosten für Unterkünfte in Südkorea
Kosten für Transport in Südkorea
Kosten für Essen in Südkorea
Kosten für Aktivitäten in Südkorea
Zusammenfassung: Südkorea Kosten
Südkorea Reiseguide - unsere Tipps für deine Reise

Wirtschaft & Lebenshaltung in Südkorea und wie das deine Reisekosten beeinflusst
Bevor wir konkret auf Preise eingehen, macht es Sinn, sich das Land einmal kurz anzuschauen, um ein besseres Gefühl für die anfallenden Kosten zu bekommen. Südkorea gehört wirtschaftlich zu den allgemein stärkeren Ländern der Welt und ist vor allem durch Industrien wie Halbleiter, Technologie und Export geprägt. Große Unternehmen wie Samsung oder Hyundai haben hier ihren Ursprung, was schon ganz gut zeigt, auf welchem Level sich dieses Land bewegt.
Was viele überrascht: Das durchschnittliche Einkommen liegt sogar über dem durchschnittlichen Einkommen in Deutschland. Auch wenn der südkoreanische Won auf den ersten Blick vielleicht „günstig“ wirkt, darf man sich davon nicht täuschen lassen. Genau das war nämlich auch unser erster Gedanke, bis wir vor Ort waren.
Unser Eindruck war ziemlich klar: Die Lebenshaltungskosten in Südkorea sind eher hoch und bewegen sich in vielen Bereichen auf europäischem Niveau. Man hat also nicht dieses typische „Asien ist billig“-Gefühl, sondern merkt relativ schnell, dass man sich in einem ökonomisch stabileren Land bewegt. Gerade in Seoul und deren Unterkünfte waren wir geplättet - dazu aber mehr in unserem Seoul Reiseguide.
Wie bezahlt man in Südkorea?
In Südkorea bezahlst du, wie schon angesprochen mit Won. Generell ist es üblich, dass du gerade in Großstädten mit Kreditkarten oder dem Handy per Tap-on bezahlen kannst. Bargeld ist hier nicht mehr so üblich, hatten wir aber immer etwas dabei (würden wir auch immer empfehlen.) Wenn du wissen möchtest, welche Kreditkarten uns auf unseren bisher 22 Reisen begleiteten und nie im Stich gelassen haben, können wir dir diesen Beitrag empfehlen: Kreditkarten im Ausland.
Kann ich beim Wasser sparen und Leitungswasser trinken?
Leider nein. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass das Leitungswasser in Seoul oder Busan (größere Städte eben) trinkbar ist. Dennoch raten dir die Einheimischen meist ab und verweisen auf gefiltertes Wasser. Deshalb haben auch wir, leider, Trinken gekauft oder von Filtern in der Unterkunft profitiert.
Unterkünfte in Südkorea
Wenn es um die Kosten geht, spielt die Unterkunft auf jeden Fall eine große Rolle. Hier kann man je nach Planung wirklich einiges beeinflussen. Wir buchen unsere Unterkünfte meistens über Trip.com* und haben damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. In diesem Fall waren wir aber mit AirBnb unterwegs :)
Gerade in Südkorea lohnt es sich extrem, frühzeitig zu buchen und sich vorher Gedanken darüber zu machen, in welcher Gegend man wirklich wohnen möchte. In Seoul haben wir uns bewusst dafür entschieden, relativ zentral zu wohnen. Auch wenn das auf den ersten Blick etwas teurer wirkt, spart man sich dadurch oft Zeit und Wege, was am Ende genauso viel wert ist. Dazu mehr in unserem Seoul Reiseguide nachlesen.
Unsere Mini-Rundreise ging von Busan nach Seoul und wir hatten in Busan zwei komplett unterschiedliche Unterkünfte. Einmal haben wir in der Nähe des Hauptbahnhofs übernachtet und einmal in der Nähe des Haeundae Strandes. Beide hatten ihre eigenen Vorzüge, aber auch ihre Vor- und Nachteile. Besonders spannend fanden wir die Unterkunft am Hauptbahnhof, weil sie sehr minimalistisch war und uns stark an einen japanischen Stil erinnert hat. Es war alles sehr reduziert, aber irgendwie auch eine interessante Erfahrung. Schau dazu gerne mal unser Youtube video über minimalistisch leben in Südkorea
Was man auf jeden Fall nicht unterschätzen sollte: Südkorea ist zwar kein riesiges Land, hat aber auch sehr viel Inlandstourismus. Gerade Seoul ist so etwas wie der Mittelpunkt des Landes und zieht zusätzlich jedes Jahr extrem viele internationale Besucher an. Das merkt man vor allem bei den Unterkünften, die teilweise schnell ausgebucht sind und preislich deutlich anziehen können, wenn man zu spät dran ist.
Transport in Südkorea - Südkorea Reisekosten

Beim Thema Transport waren wir ehrlich gesagt positiv überrascht, denn hier kann man sich wirklich relativ günstig und vor allem unkompliziert fortbewegen.
Die Strecke von Busan nach Seoul haben wir mit dem Schnellzug* zurückgelegt, was definitiv ein kleines Highlight war. Innerhalb von etwa 2 Stunden und 45 Minuten kommt man einmal quer durchs Land, was nicht nur praktisch ist, sondern auch einfach eine coole Erfahrung. Preislich liegt man hier ungefähr bei 35 Euro pro Person, was wir für diese Strecke (in der Geschwindigkeit) wirklich fair fanden.
Innerhalb der Städte ist das U-Bahn-Netz sehr gut ausgebaut, auch wenn wir uns am Anfang ein bisschen reinfinden mussten. Es wirkt zunächst etwas unübersichtlich, funktioniert aber, sobald man es dann verstanden hat, wirklich zuverlässig. Zugegeben, wir waren vielleicht etwas verwöhnt von der Einfachheit des Chinesischen Zugnetzes:).
Um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, braucht man eine T-Money Card, die man zum Beispiel bei 7-Eleven oder ähnlichen Stores bekommt. Die Karte kostet ca. 4€ und kann jederzeit an dafür vorgesehenen Automaten aufgeladen werden. Eine Fahrt liegt ungefähr bei einem Euro, was absolut in Ordnung ist. Neben Bus und Bahn haben wir, für uns, eine super Möglichkeit gefunden um mit viel spaß von A nach B zu kommen. Wir haben öfter E-Roller oder Fahrräder genutzt, einfach weil es schnell geht und auch ein bisschen Spaß macht. Dafür haben wir die App Swing verwendet. Man zahlt eine kleine Gebühr zum Entsperren und dann pro Minute, was sich vor allem für kurze Strecken lohnt.
Essen in Südkorea - Südkorea Reisekosten

Beim Essen hatten wir tatsächlich einen kleinen Reality-Check. :D
Wir waren vorher in China unterwegs und hatten dadurch noch sehr günstige Preise im Kopf. Auch dachten wir, dass wir endlich wieder vegetarische Küche vorfinden werden. In Südkorea sah das Ganze dann doch etwas anders aus.
Wir hatten oft das Gefühl, dass sich die Preise eher an europäischen Verhältnissen orientieren. Eine einfache Pizza kostet hier schnell zwischen 12 und 17 Euro und auch Restaurantbesuche können sich, je nach Ort, schnell summieren. Aber auch koreanisches Essen gehen ist nicht unbedingt drin :D Street Food dagegen aber schon. Mit etwa 2-4€ empfanden wir diese Preise als sehr gut :)
Natürlich gibt es Unterschiede, aber insgesamt ist Essen gehen hier definitiv kein „Schnäppchen-Thema“.
Deshalb haben wir, leider, relativ oft selbst gekocht oder mussten auf Fertigessen zurückgreifen, was in Südkorea (und vielen anderen Ländern) völlig normal ist. In den Convenience Stores bekommt man wirklich alles, was man braucht, und viele greifen dort regelmäßig zu schnellen Mahlzeiten.
Für uns war das anfangs ungewohnt, aber es hat definitiv geholfen, die Kosten im Rahmen zu halten.
Ja, wir haben dort tatsächlich das erste Mal Tüten-Maccaroni gegessen :D nicht unbedingt ein kulinarisches Highlight, aber in dem Moment einfach praktisch.
Trotzdem sollte man sich die koreanische Küche natürlich nicht entgehen lassen. Es gibt unglaublich viele spannende Gerichte und auch die Café-Kultur ist ein Erlebnis für sich. Unser Ansatz war deshalb, Essen gehen eher bewusst einzuplanen und nicht jeden Tag zu machen.
Kosten für Aktivitäten in Südkorea
Was uns wirklich sehr überraschte, waren die Kosten für die Unternehmungen, denn Südkoreas Städte haben einiges zu bieten, das kostenlos ist! Ja, beispielsweise sind alle Strände samt Toilette in Busan kostenfrei. So kannst du dich den gesamten Tag am Strand entspannen (den du im besten Fall für wenig Geld mit dem Zug, Fahrrad, Bus oder Elektroroller erreicht hast) und die Waschräume benutzen (teils waren Duschen kostenpflichtig und bewegten sich zwischen 0.50 Cent bis 1€). Toll fanden wir auch den Barfußpfad mit Lehm? am Haeundae-Strand. Oder auch den HiKR Ground in Seoul.
Du kannst deine Zeit in den südkoreanischen Städten sehr vielfältig gestalten und das wirklich mit einem sehr geringen Budget - das überzeugte uns wirklich sehr.
Was kostet eine Südkorea Reise jetzt wirklich?

Wenn man alles zusammennimmt, lässt sich Südkorea schwer in eine klare Kategorie einordnen. Es ist kein günstiges Reiseland, aber auch nicht extrem teuer.
Am besten fährt man damit, das Budget ungefähr auf europäischem Niveau einzuplanen. Damit liegt man unserer Erfahrung nach ziemlich richtig und erlebt vor Ort keine bösen Überraschungen.
Wir selbst waren 19 Tage in Südkorea unterwegs, zu zweit und wirklich eher Low Budget. Im Durchschnitt haben wir hier etwa 112 Euro pro Tag für uns beide ausgegeben. Das war aber nur möglich, weil wir an vielen Stellen bewusst gespart haben.
Für eine zweiwöchige Rundreise kann man grob sagen, dass man, je nach Reisestil, irgendwo zwischen 2.000 und 4.500 Euro für zwei Personen landet. Nach oben ist natürlich immer Luft, aber das gibt eine ganz gute Orientierung, vorausgesetzt, ihr seid Individualreisende.
Low Budget Südkorea - geht das?
Wie oben schon angesprochen, sind die Aktivitäten in Südkorea wirklich nicht teuer. Ganz im Gegenteil, manche davon sind ja sogar kostenlos :) Was wirklich vielmehr ins Geld gehen kann, sind die Unterkünfte. Hier haben wir zum Beispiel auf Ferienunterkünfte auf AirBnb zurückgegriffen und können das Gleiche an euch weitergeben.
Spartipps für deine Südkorea Reise:
Transport: Die T-Money-Card (bekommst du in jedem Convenience Store) eignet sich hervorragend für günstige Fahrpreise und Rabatte im ÖNV. Für Reisen zwischen Städten kann sich der KR Pass (Korail Pass) für Touristen lohnen (solltest du mehr als eine Strecke fahren)
Essen & Trinken:
Streetfood: Märkte wie Gwangjang oder Myeongdong in Seoul bieten köstliche Gerichte/ Street Food für wenig Geld
Convenience Stores: GS25, CU und 7-Eleven bieten günstige Mahlzeiten, Getränke und oft "1+1" (kaufe eins, bekomme eins gratis) oder "2+1" Angebote - beachte aber, dass es sich hierbei meist um Fertigprodukte handelt.
Mittagstisch: Viele Restaurants bieten günstigere Mittagsmenüs an - meist sind diese nicht Vegetarisch oder Vegan (so unsere Erfahrung)
Unterkunft: Übernachte in Guesthouses, Hostels, Goshiwons (sehr kleine, günstige Zimmer) oder so wie wir in Ferienwohnungen. Wir haben in Busan beispielweise für 28€ die Nacht geschlafen und das unweit vom Meer.
Shopping & Souvenirs:
Vermeiden teure Touristenläden und kaufe Souvenirs, Snacks (wie Gim/Algen) und Kosmetik in Supermärkten (E-Mart, Lotte Mart) oder auf traditionellen Märkten wie Namdaemun, im Bezirk Jung-gu, Seoul.
Die Großhandelsetage im Namdaemun-Markt bietet Souvenirs oft deutlich günstiger an.
Kostenlose Aktivitäten: Viele Tempel (z.B. Jogyesa), Parks (Hangang Park), Märkte und Museen (Nationalmuseum) in Seoul sind kostenlos oder sehr günstig.
Wenn du auch daran interessiert bist, günstig zu fliegen, können wir dir unseren Beitrag dazu empfehlen: Preiswerte Flüche buchen.
Unser ehrliches Fazit zu Südkorea Reisekosten – Wie viel Geld brauchst du für zwei Wochen?
Südkorea ist definitiv kein klassisches Low-Budget-Reiseziel, wie man es vielleicht aus anderen Teilen Asiens kennt. Gleichzeitig ist es aber auch nicht so teuer, dass man es sich nicht leisten kann. Am Ende kommt es stark darauf an, wie man reist und welche Prioritäten man setzt. Für uns waren die Unterkünfte beispielsweise sehr wichtig, da wir unbedingt ein wenig arbeiten wollten. Gleichzeitig aber auch die Nähe zu Sehenswürdigkeiten bevorzugten :)
Wenn man bewusst entscheidet, wann und wofür man Geld ausgibt und wann nicht, kann man hier eine richtig gute Zeit haben, ohne dass das Budget komplett aus dem Ruder läuft.
Unser Tipp ist deshalb ganz einfach: Geh mit einer realistischen Erwartung hin, plane ein bisschen Puffer ein und genieße deine Reise, dann passt das Ganze
auch finanziell.
Solltest du noch Tipps für unsere Reisen haben, schreib uns doch gerne :) Wir freuen uns!
Wir wünschen dir viel Spaß bei deiner Reise ✈️
































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